Der Entwurf des Sachplans Militärflugplatz Meiringen vom 08.05.2026 liegt öffentlich aus (du findest ihn hier). Der Entwurf beinhaltet, dass der Flugplatz Meiringen (neben Payerne) Hauptstandort der zukünftigen F-35A-Staffel sein soll. Dargelegt wird erneut die Lärmberechnung, dass es mit reduzierten Flugbewegungen angeblich (= rechnerisch) leiser in unserer Region werden soll. Es wird ein „Zielwert von 34 (+/-4) Wochen pro Jahr für Flugbetrieb mit F-35A angestrebt“.
Die IGF hat langfristig die Erhebung realer Messwerte eingefordert, seit Jahren messen wir jedes Lärmereignis rund um den Flugplatz in Unterbach. Unsere Region hatte bislang keine Möglichkeit, einen Eindruck zu erhalten, wie es tönt, wenn ein F-35A in unserem Tal abhebt oder landet – die SRF-Rundschau hat 2021 ein eher düsteres Bild davon gezeichnet. Ein Hörvergleich des F-35A zu den aktuellen F/A-18 wurde kurzerhand abgesagt (siehe hier).
Zu den erwarteten Fluglärmauswirkungen hält das VBS im Entwurf des Sachplans fest: „Die Lärmberechnungen haben ergeben, dass die Belastungsgrenzwerte nach Anhang 8 LSV in Teilen der Gemeinden Brienzwiler und Meiringen auch mit dem F-35A weiterhin überschritten sind, wie dies bereits mit dem F/A-18 der Fall ist. Der Vergleich mit dem Objektblatt von 2001 zeigt, dass grössere unbesiedelte Gebiete im Norden und Nordosten des Flugplatzes neu keine Überschreitungen der Planungswerte mehr aufweisen. Demgegenüber sind die Planungswerte in westlicher Richtung entlang der Piste neu auch in den bebauten Gebieten Lauimatten/Kienholz in der Gemeinde Brienz überschritten. In der Gemeinde Brienzwiler verläuft die Planungswertkurve aufgrund des Wechsels des Berechnungsmodells deutlich unruhiger, wodurch teilweise neue Bereiche Überschreitungen aufweisen, während bei anderen die Planungswerte eingehalten sind.“
GEMEINSAM SIND WIR STÄRKER: KOLLEKTIVEINSPRACHE MIT JURISTISCHER UNTERSTÜTZUNG
Die IGF Alpenregion wehrt sich gegen den Entwurf des Sachplans. Die Lärmberechnungen des VBS sind aus Sicht der IGF inakzeptabel. Es darf nicht sein, dass eine ganze Region ungeprüft am Schreibtisch ermitteltem Lärm ausgesetzt wird, während in anderen Ländern rote Zonen „nicht lebenswerten Gebietes“ um die F-35-Standorte gezogen werden!
Die IGF hat eine Kollektiveinsprache gegen den Entwurf des Sachplans mit juristischer Unterstützung durch das Anwaltsbüro ettlersuter, Zürich, eingegeben. Es beteiligen sich mehr als 240 Personen an der Einsprache – aus Sicht der IGF ein grosser Zusammenhalt für unsere Region.
